1.1 Eclipse Views des neuen Transformation Editors

Der neu Eclipse basierte Transformations -Editor, siehe Abbildung 1.1, ist Teil der BW Perspektive (). Die wichtigsten Views sind:

  • der Transformation Editor (2) selbst,
  • die Properties Views (4),
  • der Outline View (3)

Abbildung 1.1 Transformations-Editor

Eine Transformation kann über unterschiedliche Wege (Project Explorer, BW Search, Data Flow, …) zur Bearbeitung im Eclipse basierten Transformations-Editor geöffnet werden. In Abbildung 1.1 habe ich die Transformation aus dem Project Explorer (1) heraus geöffnet. Die Outline view (3) bietet eine Übersicht über die Regeln einer Transformation. Hierbei sind die Regeln entsprechend des Regeltyps gruppiert.

Im Folgenden werde ich auf die einzelnen Komponenten und ihre Aufgaben:

  • Transformation Editor,
  • Properties View,
  • Outline View und
  • Weitere Views

kurz beschreiben.

1.1.1       Transformation Editor

Der Transformation Editor ist organisiert in einzelne Tab-Reiter. Die Anzahl der verfügbaren Tab-Reiter hängt vom Design der Transformation ab. Transformations-Quelle und -Ziel können ebenfalls Einfluss auf die Anzahl der Tab-Reiter haben.

Der Tab-Reiter general tab ist immer verfügbar und liefert allgemeine Information (Metadaten) zur Transformation. Zu diesen allgemeinen Metadaten gehören Informationen wie:

  • Beschreibung der Transformation,
  • Name und Beschreibung des Quellobjektes,
  • Name und Beschreibung des Zielpbjektes,

Zusätzlich können im Tab-Reiter general tab allgemeine Eigenschaften der Transformation festgelegt werden:

  • Währungen und Einheiten Umrechnungen
  • Die Runtime der Transformation (SAP HANA oder ABAP)
  • Einstellungen bzgl. der Regelgruppen,
  • Gruppierungsverhalten,

Des Weiteren können im Tab-Reiter general tab globale Routinen (Start-, End- und Expert-Routinen) angelegt und bearbeitet werden.

Die erste Regelgruppe (im SAP GUI Editor als Standard Group bezeichnet) wird im Tab-Reiter Rule tab abgebildet. In der Sektion Additional Rule Groups können zusätzliche Regelgruppen angelegt werden.

1.1.1.1       Runtime Property

Ein neues Feature der Transformation ist das Runtime Property auf dem Tab-Reiter General. Im Gegensatz zu früheren Releases (BW 7.50 und früher) muss nun die Runtime der Transformation vom Entwickler explizit bei der Anlage der Transformation festgelegt werden.

Für neu angelegte Transformationen ist die Default Runtime SAP HANA Runtime.

Der Entwickler kann hier wählen zwischen:

  • SAP HANA Runtime und
  • ABAP Runtime

Die Laufzeit (Runtime) der Transformation legt fest welche Feature innerhalb der Transformation verwendet werden können. Die Laufzeit einer Transformation kann über den Button Switch Runtime umgeschaltet werden. Viele Standard Feature und Regeltypen werden von beiden Laufzeiten unterstützt aber nicht alle. D.h. sobald ein Feature oder eine Regel verwendet wird die nicht von beiden Laufzeiten unterstützt wird kann die Laufzeit nicht mehr umgeschaltet werden. Kann die Laufzeit nicht umgeschaltet werden liefert der Fehlerversuch die Laufzeit umzuschalten eine Liste der verwendeten Feature und/oder Regeln die einen Wechsel verhindern.

Das Transformations-Framework versucht möglichst viele Features in beiden Laufzeiten zu unterstützen. Dies ist aber nicht immer möglich! Am offensichtlichsten ist dies bei den Regel bzgl. der Routinen. Eine ABAP Start Routine zum Beispiel verhindert das Umschalten von der ABAP Runtime zur SAP HANA Runtime. Analog verhindert eine AMDP Start Routine das Umschalten von der SAP HANA Runtime zur ABAP Runtime. Es gibt hier aber auch Ausnahmen, so wird die ABAP End Routine zum Beispiel unter bestimmten Bedingungen auch in der SAP HANA Runtime unterstützt, hierzu komme ich später noch wenn wir uns die Transformation im Detail anschauen.

In BW 7.50 und BW4 Version 1.0 konnte die Laufzeit (Runtime) im Data Transfer Process (DTP) ausgewählt werden, wenn die Transformation beide unterstützt. Mit BW4 Version 2.0 wurde eingeführt, dass die Laufzeit durch den DTP in Abhängigkeit der in der Transformation festgelegten Laufzeit (Runtime) ermittelt wird.

1.1.1.1       Global Routinen

Es existieren drei Arten von globalen Routinen:

  • Start – Routine,
  • End – Routine und
  • Experten – Routine

Alle drei Arten können in beiden Laufzeiten implementiert werden.

Für eine Transformation mit der Laufzeit ABAP Runtime müssen alle Routinen als ABAP Routinen implementiert werden.

Für eine Transformation mit der Laufzeit SAP HANA Runtime müssen Start- und Experten- Routinen immer als AMDP Routinen implementiert werden.

In der SAP HANA Runtime werden die Routinen als AMDP Routinen bezeichnet, in Wirklichkeit sind es aber SQLScript Routinen, ich komme später bei der Detail Beschreibung der Transformationen noch einmal auf diesen Punkt.

Die End Routine hat in der SAP HANA Runtime eine Sonderstellung. Wenn das Ziel der Transformation ein persistentes Datenziel ist (also keine InfoSource) kann die End Routine einer Transformation mit der Laufzeit SAP HANA Runtime auch in ABAP implementiert werden.

Abbildung 1.2: Spezialfall ABAP End-Routine

Alle Routinen blockieren das nachträgliche Wechseln der Laufzeit ausgenommen ist die ABAP End Routine, wenn das Ziel der Transformation ein persistentes Datenziel ist.

1.1.1       Properties View

Die PROPERTIES View, siehe Abbildung 1.1 (4) stellt kontextsensitive Informationen (Metadaten) zum aktuell markierten Objekt (Transformation, Regel) im Transformations-Editor zur Verfügung.

Die Metadaten der Transformation werden im PROPERTIES View in Reitern (Gerneral, Rules und Technical) angezeigt:

  • General
    • Paketzuordnung
    • Status Transformation
    • Informationen über den Erzeuger / Letzte Änderung
  • Rules
    • Hier werden Informationen zur aktuell selektierten Regel angezeigt
  • Technical
    • Transformation ID
    • Analysis Process
      Der HANA Analysis Process (HAP) stellt das Metadaten Objekt der HANA Laufzeit da. Der HAP ist nur verfügbar wenn die Laufzeit (Runtime) der Transformation SAP HANA Runtime ist und diese Transformation mindestens einmal aktiviert werden konnte. Wir schauen uns den HAP im Rahmen der Transformation später noch einmal im Detail an.
      Wenn der Analysis Process als aktiver Version verfügbar ist, kann mittels Vorwärts-Navigation direkt zur SAP HANA Transformation (Transaktion RSDHATR) navigiert werden.
    • Generated ABAP (Generiertes Programm)
      Analog zum Analysis Process der HANA Runtime ist das Generierte Programm das Laufzeit Objekt der ABAP Runtime.
    • Active Routine Class (A-Class)
      Die Active Routine Class oder auch *_A-Klasse ist nur in der SAP HANA Runtime verfügbar wenn mindestens eine Routine definiert ist. Die *_A-Klasse wird im Rahmen der Fehleranalyse zum Debuggen von kunde neigenem Coding benötigt, ich komme später bei der Beschreibung der Fehleranalyse noch einmal auf die *_A-Klasse zurück.

1.1.2       Outline View

Der Outline View interagiert mit dem Transformations-Editor und dem Properties View. D.h. der Outline-View zeigt zunächst die Regeln der Transformation an und kann zur Navigation genutzt werden. Die markierte Regel im Outline View wird im Transformations-Editor selektiert und die Metadaten der Regel werden im Properties View angezeigt.

1.1.3       Zusätzliche Views

Die folgenden Views stellen zusätzliche Informationen im Rahmen der Transformation zur Verfügung:

  • Problem View
    Zeigt Informationen, Warnungen oder Fehlermeldungen bei der Transformations-Prüfung oder Aktivierung auf.
  • Search View
    Zeigt Informationen der letzten Suche auf
  • ABAP Communication Log View
    Mit Hilfe des ABAP Communication Log kann die Kommunikation zwischen den BW Modellierungs-Werkzeugen, wie dem Transformation-Editor, überwacht werden.
    Wenn der ABAP Communication Log aktiv ist werden die Kommunikations-Request und Response Nachrichten zwischen den Modelling-Tools und dem ABAP Application Server mitgeschrieben und protokolliert.
  • Semantic Content View
    Der Semantic Content View zeigt die gespeicherten Modelle der bearbeiteten Objekte auf.
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